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24. März 2011

Schulsport im Wandel

Kategorie: AllgemeinTags: – Autor: Thorsten – 13:04
Gerade für die Schüler, die ihn am dringendsten gebrauchen konnten, war Schulsport jahrzehntelang eher ein sicheres Mittel, alle Freude an Bewegung zu verlieren: Frustrationen und Demotivation gab es für die schwächeren Schüler im Sportunterricht zuhauf, sei es bei den lange Zeit üblichen Mannschaftsbildungen, bei denen Topschüler sich Mannschaften aus den Besten auswählten und die schwächeren Schüler zuletzt schmachvoll als unerwünschter Rest den Mannschaften zugeteilt wurden, sei es bei strikten Leistungsüberprüfungen und Benotungen, bei denen die einen mit wenig Mühe Erfolge, andere trotz vieler Anstrengungen nichts als Enttäuschungen erlebten. Dass Sportunterricht mittlerweile anders gestaltet werden muss, soll er Kindern die – oft einzige – Chance bieten, Spaß an Bewegung, Anstrengung, sportlichem Miteinander und körperlichem Ausgleich zu vermitteln, hat sich spätestens seit der Veröffentlichung der Schulsportstudie „Sprint“ des Deutschen Sportbundes herumgesprochen.

In der Absicht, die Schüler eben dort abzuholen, wo sie stehen, bezieht Schulsport endlich seit einigen Jahren zunehmend auch die von Schülern in ihrer Freizeit ausgeübten Trendpsortarten mit ein, bietet jenseits von Gummimatte und Medizinball längst Erfahrungen mit modernen Sportarten und bringt Schüler in Reit- und Kletterhallen, Futnessstudios und Kampfsportcenter und scheut auch nicht die Grenzgänge zum Bewegungstheater oder Zirkuskunst. Gerade für die Schüler aus sport- und bewegungsfernen Familien, darauf verweisen die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft, der Deutsche Sportlehrerverband, der Deutsche Olympische Sportbund sowie der Fakultätentag Sportwissenschaft in einem gemeinsamen Memorandum, ist die aktive und motivierende Elternarbeit der Sportpädagogen von wachsender Bedeutung. Auf gezielten Elternabenden sollten Lehrer auf die Vorteile bewegungsaktiver Freizeitgestaltung hinweisen und die Vorteile des Sports für eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung vermitteln. Fairness, Teamgeist, Rücksichtnahme und Integration von Schwächeren, Ausdauer und Durchhaltevermögen, ebenso wie die Bereitschaft, sich anzustrengen, verlieren und gewinnen zu können, zählen zu diesen Vorteilen.

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