29. April 2011
Richtig fallen will gelernt sein, denn ganz offenkundig ist das natürliche, evolutionär erworbene Fallprogramm des menschlichen Körpers an anderen Prinzipien ausgerichtet als das, das moderne Formen von Kampfkunst und Selbstverteidigung vermitteln: Natürlicherweise hat der Schutz des Kopfes bei unseren Reflexen Vorrang, Schulter- Arm- oder Handverletzungen erscheinen demgegenüber nachrangig. Wegtrainieren lässt sich dieses natürliche Fallprogramm unseres Körpers nicht wirklich, sondern wird selbst bei geübten Kämpfern immer wieder dann ausgelöst, wenn Angriffe zu überraschend sind, und antrainierte Programme nicht mehr rechtzeitig gestartet werden können
Um das natürliche Programm des Fallens zu überdecken, arbeiten viele Kampfkunst- und Selbstverteidigungssysteme mit intensiven Fallprogrammen, die es ermöglichen, ohne Verletzung zu fallen. Schließlich, so die Annahme, ist die Wahrscheinlichkeit, in einer Notwehrsituation auf den Boden gestoßen, geschubst oder gerissen zu werden, recht groß. Und nur wer einen solchen Sturz ohne Verletzung bestehen kann, ist in der Lage, auch in der Bodenlage weiter zu kämpfen und zu gewinnen. Allerdings, so geben Kritiker zu bedenken, sollten gegenüber dem Bodenkampf andere Techniken nicht vernachlässigt werden, da der Bodenkampf spezifische Risiken birgt, etwa wenn es sich um mehrere Angreifer handelt oder der Gegner gerade hier seine besonderen Stärken hat
Zentrale Elemente der gängigen Fallschulen, die das Ziel haben, Kopf und Wirbelsäule, aber ebenso die Gliedmaßen vor Sturzverletzungen zu schützen, sind zum einen die Umleitung der Fallenergie durch den rundgebeugten und angespannten Körper sowie das Abschlagen mit der Hand und dem Unterarm, um die Aufschlagsenergie umzuleiten und die Fallgeschwindigkeit zu verringern. Dabei gelten folgende Grundprinzipien: Der Kopf sollte in Richtung Brust gepresst werden, um ihn vor einem Aufschlag zu schützen und die Halswirbelsäule zu entlasten. Ein Abrollen sollte schräg zur Längsachse des Körpers geschehen, um die Wirbelsäule zu entlasten, die so beim Abrollen lediglich gekreuzt wird.
Das Abschlagen sollte nicht nur zu dem Zeitpunkt erfolgen, in dem der Körper der maximalen Energie ausgesetzt wäre, sondern es sollte zugleich verhindern, dass die Arme zum Abstützen dienen, was schwere Verletzungen von Knochen und Bändern in Armen, Händen und Schultern zur Folge haben könnte. Tiefes Ausatmen während des Falls schützt nicht nur die Lunge vor Verletzungen durch den Aufprall, sondern fördert auch das Runden des Rückens sowie das Senken des Kopfes auf die Brust im entscheidenden Moment.
12. April 2011
Beim 1. FC Köln herrscht gute Stimmung. Das war in den letzten Jahren nicht immer so. Selbst zu Saisonbeginn hatte man noch das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann.
Zvonimir Soldo war von seinem ersten Tag an in der Kritik und musste dann schließlich im Oktober 2010 endgültig den Club verlassen. Doch wirklich Ruhe kehrte erst ein, als auch Manager Michael Meier gehen musste.
Aber jetzt, ein knappes halbes Jahr später, hat sich so ziemlich alles verändert. Daran hat vor allem Frank Schaefer großen Anteil. Der Nachfolger von Soldo ist Kölner durch und durch. Ein Trainer mit dem sich die Fans identifizieren können. Das Kölner Urgestein schaffte es sehr schnell der Mannschaft einzuimpfen worauf es im Abstiegskampf ankommt. Laufen, Kämpfen, Beißen. Und er brachte auch die so wichtige Heimstärke, die für den Klassenerhalt dringend benötigt wird, zurück.
In der Rückrunde gewann man bisher alle vier Heimspiele, darunter auch gegen den FC Bayern München. Somit hat man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und auch dem "Geißbock" wieder ein kleines Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Das Maskottchen wird sicherlich alles geben um den erneuten Abstieg des FC zu verhindern. Wenn man dann noch anfängt auch auswärts so leidenschaftlich aufzutreten, sollte man mit dem Abstieg in dieser Saison nichts mehr zu tun haben.
Und auch Frank Schaefer, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, muss dann bleiben. Aber man sollte annehmen, das dies die Verantwortlichen um Wolfgang Overath ähnlich sehen. Die Fans und Spieler lieben ihren Trainer ohnehin.
André Wienes