Beim 1. FC Köln herrscht gute Stimmung. Das war in den letzten Jahren nicht immer so. Selbst zu Saisonbeginn hatte man noch das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann.
Zvonimir Soldo war von seinem ersten Tag an in der Kritik und musste dann schließlich im Oktober 2010 endgültig den Club verlassen. Doch wirklich Ruhe kehrte erst ein, als auch Manager Michael Meier gehen musste.
Aber jetzt, ein knappes halbes Jahr später, hat sich so ziemlich alles verändert. Daran hat vor allem Frank Schaefer großen Anteil. Der Nachfolger von Soldo ist Kölner durch und durch. Ein Trainer mit dem sich die Fans identifizieren können. Das Kölner Urgestein schaffte es sehr schnell der Mannschaft einzuimpfen worauf es im Abstiegskampf ankommt. Laufen, Kämpfen, Beißen. Und er brachte auch die so wichtige Heimstärke, die für den Klassenerhalt dringend benötigt wird, zurück.
In der Rückrunde gewann man bisher alle vier Heimspiele, darunter auch gegen den FC Bayern München. Somit hat man sich etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und auch dem "Geißbock" wieder ein kleines Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Das Maskottchen wird sicherlich alles geben um den erneuten Abstieg des FC zu verhindern. Wenn man dann noch anfängt auch auswärts so leidenschaftlich aufzutreten, sollte man mit dem Abstieg in dieser Saison nichts mehr zu tun haben.
Und auch Frank Schaefer, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, muss dann bleiben. Aber man sollte annehmen, das dies die Verantwortlichen um Wolfgang Overath ähnlich sehen. Die Fans und Spieler lieben ihren Trainer ohnehin.
André Wienes